HTW Berlin
Erik Mautsch, M.Sc.
HTW Berlin

Erik Mautsch | Philosophy

Ich bin gern Dozent an der Hochschule. Vor einigen Jahren habe ich mich sehr bewusst dazu entschieden, die Karriere in der Beratungs- und Softwarebranche teilweise aufzugeben, um parallel auch wieder in der akademischen Welt einigen Herausforderungen nachzugehen. Das ist gut so. Was im Sport klare Maxime ist, gilt auch an der Hochschule ... Übung macht den Meister, heißt es - auch den Bachelor und Master füge ich hinzu. Praktischer Wissenschaftler wird man durch üben. Deshalb werde ich in jedem meiner Module Gruppen bilden (lassen) und diesen Gruppen eine Aufgabe geben. Oft werde ich versuchen, dass sich die Gruppen selber Aufgaben suchen. Diese Aufgaben müssen zwei Kriterien genügen: sie dienen der Erlangung des Wissens des jeweiligen Moduls und sie sind nicht einfach. Wenn Sie nicht gern in Gruppen arbeiten, bilden Sie eine Gruppe mit sich allein, fragen Sie sich aber im Gegenzug, warum Sie hier sind! Die aktuelle Lehre an den Hochschulen ist in Vorlesungen mit Seminarcharakter (SU) und Übungen (Ü) unterteilt. Meine SU wird nicht als Frontalunterricht gelehrt (siehe Tag Clowd). Meine Übungen sind auch keine Fortsetzung des SU mit anderen Mitteln. Die Übungen sind generell betreute Übungsstunden. Ich gebe das Ziel der Übungsaufgabe vor, wobei es unterschiedliche Lösungen geben kann, dass ist auch gut so! Der Weg zwischen Start und Ziel liegt teilweise in Ihrer Hand. Sie arbeiten an Ihren Aufgaben, ich unterstütze und begleite Sie dabei. Wenn Sie sich das Wissen ohne beide oder eine der Veranstaltungen erlangen können, tun Sie das! Ich bin keinesfalls beleidigt oder ähnliches, wenn ich Sie selten in meinen Veranstaltungen sehe. Ich finde es nur schade, wenn Sie keine sehr guten Ergebnisse erzielen und ohne wirkliches Mehr-Wissen aus dem Studium gehen. Wie Sie lernen, können Sie völlig frei gestalten. Ich bestimme das Wissen, dass Sie erlangen sollen und prüfe das am Ende, vorzugsweise im Rahmen einer Belegarbeit und Präsentation. Je weiter Sie im Studium fortschreiten, umso mehr Probleme warten auf Sie. Das ist gut. Sie werden sich hier und da "die Zähne ausbeißen". Das ist gut. Sie werden Fehler machen. Das ist sehr gut. Aus Fehlern lernt man, nicht aus fertigen Powerpoint-Folien, die Sie schläfrig mit einem halben Auge in einer Vorlesung konsumieren. Ich denke, dass eine Hochschule einen geschützten Raum darstellt, in dem man Neues erkunden kann, in dem man auf Neues aufmerksam gemacht wird und in dem man Dinge ausprobieren kann. Sie werden davon viel haben, wenn Sie das Studium aktiv angehen. Es wird sehr demotivierend und langweilig werden, wenn Sie darauf warten, bis Ihnen jemand Wissen implantiert. Ich werde das in keinem Fall sein.  

Wenn Sie arbeiten wollen, haben Sie meine volle Unterstützung. Wenn Sie Probleme haben, helfe ich sehr gern. Wenn Sie aber in Ruhe gelassen werden wollen, dann werde ich Sie in Ruhe lassen. Es ist Ihr Studium. [anlehnend an Schwotzer]